Fall des Monats - November 2019

Sambia, 10-jährige Milchkuh


Sambia hat seit zwei Tagen starken Augenausfluss, und sie macht die Augen kaum auf.

Der Landwirt hat ihr zweimal Apis verabreicht. Die Mittelgabe führte leider nicht zur Besserung. Deshalb kam der Anruf am Morgen auf die Kometian-Hotline.

 

Sambia hat vor 10 Tagen ohne Hilfe gekalbt. Sie ist soweit fit.

Beide Augen sind gleich betroffen. Die Augen sind nicht geschwollen. Der Augenausfluss ist eitrig, weiss-gelblich. Sambia verschliesst die Augen komplett, und sie ist lichtscheu. Die Augen sehen normal aus. Die Bindehäute sind nicht gerötet. Es sind keine Veränderungen an der Hornhaut sichtbar.

Sambia hat kein Fieber und ihr Allgemeinzustand ist gut. Sie geht noch mit der Herde mit und holt ihre Kraftfutter-Portion aus der Futterstation.

Der Schalmtest ist gut, aber die Milchmenge ist etwas zurückgegangen.

Für ihre Verhältnisse hat sie eher dicken Kot.

Die Empfehlung der Kometian-Beraterin für Sambia sind Argentum nitricum und begleitend Flor de piedra.

 

2. Anruf am Abend

Während des Tages hat Sambia Flor de piedra bekommen.

Das Tränen ist nach der Verabreichung von Flor de piedra deutlich weniger geworden. Sambia ist eindeutig lichtscheu. Sobald sie nach draussen geht, ist es schlimmer. Sie macht die Augen zu.

Da der Landwirt Argentum nitricum nicht in der Stallapotheke hat, bekommt Sambia als Übergangsmittel Euphrasia, bis Argentum nitricum besorgt werden kann (Wochenende dazwischen).

 

Die Empfehlung lautet, die beiden Mittel übers Wochenende weiter zu verabreichen.


3. Anruf 3 Tage später

Sambia geht es sichtlich gut. Die Augen sind wieder die ganze Zeit offen. Sie hat keinen Tränenfluss mehr. Argentum nitricum wurde nicht mehr verabreicht.



Bemerkungen zum Fall:

Es kommt manchmal vor, dass die empfohlenen Mittel im Betrieb nicht vorhanden sind. Ist die Situation ernst und das Mittel kann nicht besorgt werden, wird versucht, die Behandlung mit einem ähnlichen, auch gut auf die aktuelle Symptomatik passenden homöopathischen Mittel anzufangen. Je nach Fallverlauf, und wenn das Tier auf das zweitgewählte Mittel gut reagiert, kann auch damit die Behandlung zu Ende geführt werden, und es braucht das erstgewählte Mittel gar nicht mehr.



 






Vorschau - Dezember 2019:


Milchkuh Sora lässt die Milch nicht runter



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